

"Deepweb" nennt man jene Bereiche des Internets, die nicht von den Suchmaschinen erfasst werden und den meisten Nutzern vollkommen unbekannt und unerreichbar bleiben. Das erscheint irgendwie mysteriös, zumal das unsichtbare Netz, wie eine Studie von BrightPlanet ergeben hat, etwa 500 Mal so groß sein soll wie das oberflächliche, allen zugängliche Internet. Am Beispiel Google wären das etwa 500 Milliarden unsichtbarer Seiten, zweifellos voller interessanter Informationen. Immer, wenn wir glauben, wir hätten das Netz im Griff, dann entgleitet es uns. Wer nach Orientierung sucht, kann sich seine Informationen auch gezielt beschaffen, etwa mit Hilfe der Webdirectories dmoz.org, infomine.ucr.edu, lii.org
Video. Ghost (1990)
Mark Horvath war Marketingberater, bevor er durch die Wirtschaftskrise alles verlor. Nun engagiert er sich für die Obdachlosen mit einem Projekt, das sie in die Geheimnisse des Internets einführt und ihre zum Teil unglaublichen Lebensgeschichten miteinander vernetzt. Entstanden sind eine Website, Wearevisible, und ein Blog, InvisiblePeople, der bereits über 200 Personen vorstellt. Und vielleicht eröffnen ihnen die Kommunikationsmöglichkeiten über Twitter, Facebook oder YouTube neue Wege in ihrem Leben.
Video. We are visible
Die Metapher von der unsichtbaren Hand stammt aus Shakespeares Macbeth: dort ist die Hand blutig und nur in der Nacht unsichtbar und damit quasi rein von der Schuld, die der Mörder auf sich geladen hat. Bei Adam Smith dagegen steht sie für die Vorsehung, die die soziale Ordnung buchstäblich im Griff hat und übermäßige private Interessen in Schach hält. Sie ist also eine Art Regulativ, gegen das der ungezügelte Kapitalismus keine Chance zu haben scheint, ein pragmatisches Argument, das in dieser Formulierung bekannter geworden ist als die Passage aus Shakespeares weltberühmtem Drama.
Video. Der Unsichtbare (1933)
Luther Blissett hat es wirklich gegeben, es gibt ihn sogar noch: er hat in den 80er Jahren beim AC Milan Fußball gespielt. Dennoch ist nicht er verantwortlich für die Pamphlete, Politaktionen, medialen Projekte und Szene-Zeitschriften, die seit den 90ern mit seinem Namen gezeichnet werden. Luther Blissett ist auch ein kollektives Pseudonym, das vor allem im Internet Verwendung findet. Tausende Menschen auf der ganzen Welt zeichnen mit diesem Namen, auf den es ganz offensichtlich kein Copyright gibt. "Luther Blissett" kritisiert vor allem die Oberflächlichkeit der Massenmedien. 1996 etwa jubelt er dem italienischen Mondadori-Verlag ein Manuskript mit willkürlich kopierten Zitaten und banalsten Sprüchen unter, das dieser unter dem Titel "Manifest der neuen Freiheit" publiziert.
Video. Luther Blissett, Nice Times
Unzählige Sagen und Geschichten ranken sich um die vor Tausenden von Jahren verschollene Stadt. Der Ozean habe sie verschluckt, so sagt man. Die genauesten Angaben findet man bei Platon in den Dialogen Timaios und Kritias. Er nennt das sagenhafte Land Atlantis und berichtet von einem riesigen Inselreich, das bis über Gibraltar, die "Säulen des Herkules" hinaus reichte, Libyen, Ägypten und mehrere Regionen Europas sowie das Mittelmeer einschloss. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass Platons Beschreibung sich auf das neue Land bezieht, das Kolumbus 1492 entdeckte. Nur: wo liegt dann Atlantis?
Video. Lost, Trailer zur ersten Staffel